Der lange Weg zur Meditation

March 8, 2019

 

Der lange Weg zur Meditation Meditation soll helfen entspannter und gelassener zu werden, hast du gehört? Aber irgendwie klappt es einfach nicht? Deine Gedanken kreisen und lassen dich nicht zur Ruhe kommen? Es macht einfach keinen Spaß und setzt dich unter Druck? Das kenne ich sehr gut. Dennoch hat sie mich gereizt, die Meditation. Wie ich dazu kam? Ich möchte dir meine Geschichte der Meditation erzählen und vielleicht inspiriert sie dich in irgendeiner Form. 2017 war ein spannendes Jahr für mich. Ich hatte gerade mein Masterstudium der Psychologie begonnen und schrieb voller Tatendrang Bewerbungen um eine Stelle für ein Pflichtpraktikum zu ergattern. Ich war immens frustriert, als die Antworten ausblieben und auf ein vielversprechendes Telefoninterview eine Absage ins Haus flatterte. Ich hinterfragte mich. Meine Noten waren wirklich gut und meine Motivation um Längen größer. So sah ich mich mit zwei Monaten Semesterferien ohne „sinnvolle“ Beschäftigung dastehen und Selbstzweifel plagten mich. Was dann passierte, war grandios. Aus meinem Trotz und meiner Verzweiflung erwuchs eine Wahnsinnsidee. Ich entschied von heute auf morgen, meine sieben, aber bloß keine acht Sachen zu schnüren und einen Rucksack zu shoppen. Ich wollte meine Frau stehen und eine Woche später das verschlafene Örtchen Saint Jean Pied de Port anfahren, um von dort ins knapp 800 km entfernte Santiago de Compostela zu pilgern. Mit anderen Worten ich würde den Jakobsweg pilgern. Alles schön und gut, aber was hat das mit Meditation zu tun, fragst du dich? Ich bin zuvor noch nie alleine gereist, habe es in dieser Zeit allerdings lieben gelernt und genieße Me-Time seitdem sehr. Ruhe ist das Stichwort, bei dem ich zur Meditation kommen mag. Zwar war ich im Prinzip alleine unterwegs, der berühmte Camino Frances, aber so beliebt, dass ich selten wirklich mehrere Stunden alleine war. Ich habe täglich Tagebuch geführt und auch sonst habe ich versucht, Zeit mit mir zu verbringen, um meine Gedanken zu ordnen und zu verstehen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich lediglich durch Savasana Berührung zur Meditation sammeln dürfen. Auf diesem Weg hat sie mich allerdings scheinbar gerufen und gefunden. Jedes Mal, wenn mir alles zu viel wurde, habe ich mir ein schönes Plätzchen gesucht, meinen Rucksack abgeschnallt und einfach blauäugig und naiv drauflosgelegt. Es tat kolossal gut. Wieder zuhause in Deutschland angekommen, buchte ich einen Meditationskurs und lernte in wöchentlichen Kursen verschiedenste Techniken kennen. Ich versuchte täglich mein Meditationskissen aufzusuchen und ärgerte mich fürchterlich, wenn es nicht in meinen Tag passte oder die Gedanken mich daran hinderten, herunterzufahren. Auf dem Jakobsweg hatte das irgendwie besser funktioniert. Mittlerweile meditiere ich längst nicht mehr täglich und auch mit einem anderen Fokus. Ich habe versucht, mich in meinen Gedanken auf den Jakobsweg zu versetzen. Was war dort anders? Dort gab es diesen Alltagsdruck nicht. Die Meditation war der direkte Weg zu meinem Herzen und mein Rückzugsort. Diese Erkenntnisse habe ich adaptiert. Ich beobachte mich seitdem bewusst während der Meditation. Wie geht es mir? Ich nehme nur wahr und versuche weder mich noch andere zu verurteilen. So habe ich dann auch meine Gelassenheit wiedergefunden.Übrigens habe ich begriffen, dass scheinbar alles einen Grund hat. Auf dem Jakobsweg habe ich einen Anruf von einer Praxis erhalten bei der ich mich Wochen zuvor beworben hatte. Ich erhielt nicht nur das Praktikum in dieser Einrichtung, sondern obendrein nach Beendigung ein Stipendium für eine Weiterbildung. Es war scheinbar einfach nicht der richtige Zeitpunkt damals. Vielleicht wollten das Universum, der liebe Gott oder die heilige Maria, dass ich zur Ruhe komme und durchatme. Heute bin ich so dankbar für diese Erfahrungen. Die Reise durch Spanien war die beste meines bisherigen Lebens, das Meditieren begleitet mich, wenn auch ohne Zwang und ich habe nicht nur mein Traumpraktikum, sondern sogar auch diese Weiterbildung abgelegt, die mich viel über mich selbst hat lernen lassen. Mein Mantra seitdem: Alles wird so kommen, wie es sein soll und alles andere ... ... ist nur eine Phase.

 

Hier eine geführte Meditation von Yogalover Beate Tschirch

 

 

Tipp für eine kostenfreie Meditations-App,die quasi nichts kann, aber genau dafür heiß und innig geliebt wird: breathe Meditation

 

Buchtipp, um die Meditation in den Alltag zu integrieren:

Miracle Morning von Hal Elrod

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